„Von einer Krise spricht niemand – Srpska muss sich warm anziehen“

7 Fragen an… Nicolas Girod.
Der Innenverteidiger mit der Nummer 4 spielt seit zwei Jahren beim Sportclub. Zu seinen Stärken zählt der 22-jährige Ressourcenplaner bei Ernst & Young sein Zweikampfverhalten und Stellungsspiel, als Schwäche führt er an: „Teilweise zu riskante Spielweise.“

 Mit Nicolas Girod sprach Dennis Bühler

Die 1. Mannschaft hat gegen den FC Küsnacht und den FC Männedorf die vergangenen zwei Spiele verloren. Ist der SCZ jetzt in der Krise?

Von einer Krise spricht im Team niemand. Die letzten beiden Spiele haben wir äusserst unglücklich verloren, da hätte das Resultat auch auf die andere Seite kippen können. Im kommenden Spiel wird sich Srpska warm anziehen müssen, drei Mal in Folge werden wir nicht Punkte abgeben!

Mit den beiden Niederlagen hat sich der SCZ nun definitiv aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet, die Promotion wird zwischen Herrliberg und Männedorf ausgemacht. Wem würdest du den Aufstieg mehr gönnen?

Dem FC Herrliberg, weil dort der schönere Fussball gespielt wird

Die ersten beiden Tabellenränge sind ausser Reichweite. Wie motivierst du dich für die verbleibenden vier Spiele doch noch?

An Motivation fehlt es mir auf dem Fussballplatz nie. Gewinnen macht immer Spass, besonders im Mannschaftssport.

Gegen den FC Männedorf hast du sehr stark gespielt, überhaupt ist die Defensive des SCZ in dieser Saison die augenfälligste Stärke – auch wenn in den letzten zwei Partien mit fünf Gegentreffern eine gewisse Formschwäche festzustellen ist. Wie siehst du deine Rolle innerhalb der Mannschaft?

In der Tat konnten wir uns in der Defensive im Vergleich zum Vorjahr noch verbessern. Wir stehen gut, gewinnen viele Zweikämpfe und lassen wenig zu. Wir haben aber noch Luft nach oben, insbesondere bei gegnerischen Standards und Angriffen über die Flügel. Meine Rolle im Team sehe ich als guten Zweikämpfer, der gelegentlich auch den einen oder anderen guten Pass schlagen kann (lacht).


Du bildest mit Kaspar Burger, Albert Gubler, Michael Hugentobler und Dario Leumann den fünfköpfigen Berner Block innerhalb der 1. Mannschaft. Weshalb spielt ihr eigentlich ausgerechnet beim SC Zollikon?

Albert Gubler war der Initialzünder. Er hat mit SCZ-Captain Alessandro Felder studiert und einen neuen Club gesucht. Später zogen Kaspar Burger und Michael Hugentobler nach, womit für mich klar war, dass auch ich zum SC Zollikon wechseln würde. Über den Verein hatte ich nur Gutes gehört, was diese Entscheidung noch leichter gemacht hat.

Du hast vor dem Wechsel nach Zollikon beim FC Bolligen im Kanton Bern gespielt, du kannst also das Niveau vergleichen. Wie gut ist die Zürcher 3. Liga?

Ich denke, dass die Zürcher 3. Liga etwas stärker ist. In Bern wird aber auch guter Fussball gespielt.

Welche Ziele verfolgst du mit dem SCZ – und wie lange bleibst du unserem Verein überhaupt treu?

Mit dem SCZ will ich mich langfristig in der oberen Tabellenhälfte etablieren. Je nach Gruppenauslosung können wir auch im Aufstiegsrennen mitmischen. Mir gefällts sehr gut beim SCZ. Das Klima, insbesondere in unserer Mannschaft, ist spitzenklasse. Ein regionaler Wechsel kommt für mich daher nicht in Frage. Lediglich bei einem möglichen Wegzug nach Bern würde ich wohl wieder zum FC Bolligen wechseln.