„Das Ziel ist, dass alle unsere „a“- Teams in der Promotion spielen“

7 Fragen an… Tomas Hermida.
Der 25-jährige SCZ-Juniorenobmann zieht ein Fazit der Leistungen der Nachwuchsmannschaften und der beiden Aktivteams in der zu Ende gehenden Saison. Seit 1993 ist der Innenverteidiger der 1. Mannschaft, der lieber Sturmtank wäre und seine Fähigkeiten zum Fallrückzieher als persönliche Stärke bezeichnet, beim SCZ.

Mit Tomas Hermida sprach Dennis Bühler

 

Bevor wir auf die A-Junioren zu sprechen kommen: Welches Fazit der Saison 2011/12 ziehst du als Juniorenobmann für die Nachwuchsabteilung als Ganzes?

Sportlich gesehen war sie nicht sehr erfolgreich. Positiv ist jedoch, dass sich die meisten Teams in der Rückrunde verbessern konnten. Wir haben viele Feedbacks bei den Trainern eingeholt und werden schauen, dass wir ihnen in Zukunft mehr Hilfe in Form von „Göttis“ zur Verfügung stellen. Wichtig ist auch, dass alle Coaches einen Trainerkurs besuchen, um sich so das nötige Know-How zu holen. So möchten wir die Qualität der Juniorenabteilung steigern. Dann – so bin ich überzeugt – werden unsere Junioren bald wieder viel erfolgreicher sein. An dieser Stelle möchte ich mich bei Stefan Rüf und der ganzen Juko für die grosse Unterstützung herzlich bedanken.

Die A-Junioren des SCZ haben am vergangenen Sonntag den gleichaltrigen Nachwuchs des FC Meilen 6:2 besiegt und sich damit den Meistertitel in der 1. Stärkeklasse gesichert. Wie wichtig ist es für die Juniorenabteilung des Sportclubs, dass ihre älteste Mannschaft ab Herbst wieder in der Promotionsklasse vertreten ist?

Es ist natürlich sehr wichtig, dass unsere A-Junioren auf möglichst hohem Niveau spielen können; so ist der Schritt zur 1., 2. oder 3. Mannschaft dann um einiges kleiner. Es muss allgemein unser Ziel sein, dass in Zukunft möglichst alle unsere „a“- Mannschaften in der Promotion spielen.


Im Herbst aufzusteigen ist meist nachhaltiger, weil dann die Aufsteiger-mannschaft im Frühling in der höheren Spielklasse antreten kann. Nach einem Aufstieg in der Rückrunde verlassen hingegen viele Führungsspieler die Mannschaft, weil sie altersbedingt in der neuen Saison nicht mehr mittun können. Werden die jetzigen B-Junioren, die zu den A-Junioren stossen, in der Promotionsklasse nicht überfordert sein?

Nein. Diese Jungs haben auch schon Promotion gespielt und können auf diesem Niveau problemlos mithalten. Wenn genügend Motivation vorhanden ist und sich die Jungs zusammenreissen können (Alkoholkonsum an den Wochenenden, gute Trainingspräsenz, etc.), bin ich überzeugt, dass die A-Junioren auch im Frühling 2013 in der Promotion spielen werden; Klasse und Talent ist auf jeden Fall genügend vorhanden.

Von den A-Junioren wechseln auch in diesem Sommer einige Spieler zu den Aktivmannschaften. Traust du einem oder gar mehreren Spielern zu, sich auf Anhieb in der ersten Mannschaft in der 3. Liga zu etablieren?

Warum nicht? Fussballerisch können sie auf jeden Fall mithalten. Wenn sie die komplette Vorbereitung mit der 1. Mannschaft machen können, sehe ich durchaus gute Chancen, dass einzelne ins Kader der 1. Mannschaft aufgenommen werden. Gleich Stammspieler zu werden, ist natürlich schwierig. Aber wenn sie Geduld und Einsatz aufbringen, werden sie ihre Chance bekommen und früher oder später regelmässiger zum Einsatz kommen. Im Herbst 2011 durfte ja der eine oder andere A-Junior bereits „Eis“- Luft schnuppern und konnte dabei durchaus überzeugen.

Der Vereinsvorstand hat am Anfang dieser Woche entschieden, in der kommenden Saison drei Aktivmannschaften für den Meisterschaftsbetrieb zu melden. Erstmals seit Jahrzehnten wird der SCZ in der 3., 4. und 5. Liga einen Vertreter stellen. Ist dies auch aus Sicht der Juniorenabteilung ein wichtiger Schritt?

Es ist natürlich gut, dass die A-Junioren in drei Teams eingeteilt werden könnten und somit weiterhin diesen Sport ausüben werden, egal wie talentiert sie sind. Wir müssen jetzt einmal abwarten, wie die kommende Saison verläuft. Dieses Projekt hat grosse Vorteile, kann aber auch sehr aufwändig und mühsam sein, falls die Zusammenarbeit zwischen den drei Aktivteams nicht klappt oder im Verein zu wenig Aktivspieler vorhanden sind…

Du bist als Juniorenobmann nicht nur Teil des Vorstandes, sondern auch Spieler der 1. Mannschaft. Nach sehr guten drei Vierteln der Saison habt ihr vier der vergangenen fünf Spielen verloren. Geht dem „Eis“ die Luft aus, je näher das Saisonende rückt?

Die Stimmung im Team ist wie immer sehr gut. Mir ist aber auch schon aufgefallen, dass einzelne ein wenig unseriöser sind als noch in der Aufstiegssaison. Das liegt natürlich auch daran, dass wir seit der Niederlage gegen Männedorf unser Ziel nicht mehr erreichen können. Ich bin aber sicher, dass wir nach der Sommerpause wieder Vollgas geben und mit unheimlich viel Motivation in die Vorbereitung starten werden.

Und ich gebe ungern zu: Die seit einigen Wochen verletzten Felder-Brüder fehlen uns schon auch ein wenig… im Spiel wie auch in den Trainings. Ich denke, wir hätten mit ihnen den einen oder anderen Punkt oder Sieg mehr geholt.

Wie sieht deine Saisonbilanz für die beiden Aktivmannschaften aus?

Die zweite Mannschaft hat total überzeugt und den Aufstieg absolut verdient. Ich denke, mit diesem Kader werden sie keine Mühe haben, sich in der 4. Liga zu etablieren; vielleicht spielen sie sogar oben mit. Mit der Saison der 1. Mannschaft bin ich ebenfalls zufrieden. Meine Teamkameraden hören es zwar nicht gerne, aber mein Ziel war immer: Klassenerhalt. Mir ist schon klar, dass wir mit diesem Kader nicht von Abstieg sprechen müssen, aber nach acht Saisons in der 4. Liga bin ich einfach nur froh, dass ich überhaupt noch ein wenig in der dritten Liga spielen darf.