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1. Mannschaft: Die Abstiegsgefahr dank einiger dramatischer Siege gebannt

Nach der enttäuschenden Vorrunde im Herbst 2018 waren wir uns bewusst, dass wir uns in der Rückrunde stark würden steigern müssen, wenn wir der Abstiegsgefahr rasch entkommen wollten. Dabei hat uns das geniale Trainingslager in Barcelona sehr geholfen, da die Mannschaft den Schwung aus Spanien hat mitnehmen können. Besonders gefreut hat mich, dass auch A- und B-Junioren am Trainingslager teilnahmen. Ein herzliches Dankeschön geht an Tomas Hermida und Sascha Martin für die super Organisation des Lagers.

In die Rückrunde starteten wir mit einem wichtigen Heimsieg gegen den FC Wald. Leider verloren wir die darauf folgende Partie gegen den FC Meilen knapp, obwohl wir gut gespielt hatten. Der Rückstand auf die Abstiegsplätze schrumpfte in jener Phase kontinuierlich, da der zur Winterpause unter dem Trennstrich klassierte FC Küsnacht seine ersten vier Spiele zu gewinnen vermochte.

Den Tabellenzweiten verdient 5:1 besiegt

1.Mannschaft_3Ausgerechnet zu diesem heiklem Zeitpunkt reiste der zweitplatzierte FC Fehraltorf auf unser Zolliker Riet – doch auf dem Feld hat man von einem vermeintlichen Klassenunterschied nichts bemerkt! Unsere Mannschaft hat souverän und sehr zielstrebig nach vorne gespielt und verdient 5:1 gewonnen.

Mit dem Erfolg gegen den Zweiten im Gepäck reisten wir erhobenen Hauptes zum Leader FC Wetzikon. Unsere Mannschaft war im Vergleich zur Vorrunde nicht mehr wiederzuerkennen: Sie spielte sehr konzentriert und löste immer wieder gefährliche Angriffe aus; einzig im Abschluss waren wir noch zu unschlüssig. Leider starteten wir unkonzentriert in die zweite Halbzeit und schwächten uns mit einer unnötigen gelb-roten Karte selbst – gleich im Anschluss fiel der 1:0-Führungstreffer für Gastgeber Wetzikon. Dennoch kämpfte unsere Mannschaft in Unterzahl tapfer bis zum Schlusspfiff und konnte sich sogar noch ein paar Torchancen heraus spielen. Für einen Punktgewinn hat es jedoch leider nicht mehr gereicht.

Das 3:2 gegen Küsnacht in der 93. Minute

1.Mannschaft_2Im darauf folgenden Spiel gegen den FC Herrliberg konnten wir unsere Überlegenheit nicht nutzen und holten nur einen Punkt. Nun war klar, dass das Derby gegen Küsnacht gewonnen werden musste, wenn wir einen grossen Schritt hin zum Ligaerhalt machen wollten. Doch leider begann das Spiel für uns nicht besonders gut: Die Ketten waren ungenügend aufeinander abgestimmt, weshalb viel zu grosse Distanzen zwischen den Reihen entstanden. Und so war es nicht erstaunlich, dass Gastgeber Küsnacht zur Pause 1:0 vorne lag. Nach dem Seitenwechsel kamen wir einmal mehr unkonzentriert auf den Platz zurück und kassierten sogleich den nächsten Gegentreffer.

Doch nun – beim Stand von 0:2 – reagierten wir vehement. Die eingewechselten Spieler brachten den nötigen Schwung in die Partie und halfen mit, das Spiel in extremis zum 3:2 zu wenden. Die Schlussphase bestand aus einer kaum zu überbietenden Dramatik – besonders beeindruckend war dabei der Kopfball von Tomas Hermida gewesen, der den Ball in der 93. Minute über die Linie bugsierte.

Ein Auf und Ab im weiteren Saisonverlauf

Nun, da endlich ein beruhigender Abstand zum Trennstrich bestand, feierten wir gegen den letztplatzierten FC Oetwil einen klaren 4:0-Heimsieg, womit wir uns noch etwas weiter vom Tabellenende absetzen konnten. Der Biss scheint nach diesen zwei Siegen aber schnell wieder weg gewesen zu sein, denn wir kassierten gleich im nächsten Spiel eine 1:5-Schlappe gegen den FC Pfäffikon, was unsere Situation wieder verschlechterte.

Gegen den FC Mönchaltorf ging es deshalb erneut um den Klassenerhalt. In der ersten Halbzeit spielten wir sehr stark auf und verschafften uns einen 2:0-Vorsprung. Nach der Pause kamen wir jedoch eher spannungslos aus der Kabine, wofür wir prompt mit zwei Gegentoren bestraft wurden. Nach ein paar Wechseln konnte sich die Mannschaft aber wieder fangen und einen Zacken zulegen, sodass sie das Spiel letztlich mit 5:2 für sich entschied. Die Erleichterung nach dem Spiel war sehr gross.

Danach folgten noch zwei Unentschieden, mit denen wir eine insgesamt zufriedenstellende Rückrunde abschlossen: 18 Punkte gewann die Mannschaft im Frühjahr und platziert sich damit auf dem 7. Schlussrang. Ich bin sehr stolz auf unsere Mannschaft! Sie hat in vielen Spielen Moral bewiesen und gezeigt, dass viel Potential in ihr steckt.

Rücktritt als Trainer nach fünf Saisons

Besuch im Camp Nou während des Trainingslagers in Barcelona

Besuch im Camp Nou während des Trainingslagers in Barcelona

Nach fünf Saisons als Trainer der 1. Mannschaft beschloss ich im Winter, mein Amt per Ende der zurückliegenden Spielzeit abzugeben, um frischen Wind in die Mannschaft zu bringen. Die Entscheidung fiel mir nicht leicht, doch ich weiss, sie ist die richtige!

Ich möchte allen Spielern von Herzen danken: für die Unterstützung, für euren Einsatz und vor allem für all die unbezahlbaren Momente, die wir zusammen haben erleben dürfen. Ihr seid ganz etwas Besonderes und ich wünsche mir, dass ihr alle in der nächsten Saison voller Elan diese Mannschaft weiter vorantreibt und noch viele mehr solcher unvergesslichen Momente schafft.

Besonders möchte ich Lutz Streitenbürger, Werni Amstutz sowie Domogoj Varkas für die kompetente Unterstützung danken. Ich konnte sehr von euch profitieren und nehme viele wunderbare Erinnerungen mit.

Meinem Nachfolger Tomas Hermida wünsche ich viel Erfolg. Mit dir hat die Mannschaft einen super Trainer, der sie einen weiteren Schritt nach vorne bringen kann!

Ein herzlicher Dank geht auch an den Verein für die grosse Unterstützung und das Vertrauen, welches ihr mir entgegengebracht habt. Danke an alle, die den SCZ weiterbringen und ihre kostbare Zeit in den Verein investieren – das ist in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich!

Zum Schluss möchte ich auch gerne Wendy Winkler Danke sagen, die uns immer mit leckeren Speisen verwöhnt hat und auch die Gäste nie hat zu kurz kommen lassen. Doch ich muss dich, Wendy, leider enttäuschen: So schnell wirst du mich nicht los! Ich werde nämlich nochmals versuchen bei den Aktiven mitzuspielen.

Christian Stengele