Vorrundenbericht 2025
Fa-Junioren
Zu Beginn dieser Saison haben wir mit den Eltern und den Junioren festgelegt, dass wir möglichst zweimal in der Woche trainieren und an vielen Turnieren mit mehreren Mannschaften präsent sein wollen, um uns als Team, aber auch um jeden einzelnen Spieler voranzubringen. Die Trainingspräsenz ist tatsächlich hoch – wir haben auch 19 Spieler im Kader – und wir haben die Einheiten so angepasst, dass die Junioren zu möglichst vielen Ballberührungen kommen.
Die Aussage, dass wir so um die 1000 Ballberührungen pro Training erreichen können, wurde teilweise etwas missverstanden. Bei den Spielformen klebte der Ball oftmals am Fuss eines einzelnen Spielers und wurde nicht mehr allzu oft an andere Teamkameraden weitergegeben. Das löste ein schwerwiegendes Problem aus: Die Mitspieler boten sich nicht mehr für einen Pass an und rückten auch nicht in den Angriff nach. Da es nicht immer einfach ist, Jungs im Alter von acht Jahren zu erklären, dass nicht einfach die „Besten“ den Ball bekommen müssen oder dass der Ball schneller vorankommt, wenn man abspielt, als wenn man dribbelt, haben wir ganz früh eine Regel im Training eingebaut, welche aus unserer Sicht eine grosse Entwicklung für das Team mit sich gebracht hat: In Spielformen darf ein Junior den Ball höchstens viermal hintereinander berühren, sonst verliert man ihn an die andere Mannschaft. Zwar führt diese Regel zu einigen Fehlpässen, aber das Spiel wurde insgesamt attraktiver und viel lebendiger. Die ganze Mannschaft ist als Einheit in Bewegung und man schaut nach dem Mitspieler und nicht mehr nur auf den Ball. Wir produzieren so vielleicht nicht sofort einen neuen Messi oder Ronaldo, aber wir beziehen zwangsläufig alle Junioren mit ins Spiel ein, auch jene, welche sonst oft nicht gesehen werden. Und siehe da! Die unscheinbaren Junioren spielen auch tolle Pässe und erzielen Tore und Assists!
Es gibt in jedem Training Junioren, welche die Regel vergessen oder die nachfragen, ob wir nicht wieder frei spielen dürfen, aber wir blieben „hart“ und setzten einen weiteren Schwerpunkt: Pressing! Wir wollen den Ball schnell und möglichst weit in der gegnerischen Hälfte erobern, damit wir mehr in Ballbesitz und nahe am gegnerischen Tor sind. Im Training ist die Mannschaft, die Pressing und schnelles Zusammenspiel umsetzt, meistens überlegen und gewinnt (obwohl wir eigentlich nicht Tore zählen 😉). Oftmals schieben die Junioren ihre Niederlage auf die „unfair“ erstellten Mannschaften ab. Wenn sie dann aber dank kleiner Taktik-Anpassungen und direkterem Coaching plötzlich selber überlegen sind, verstehen sie, dass Teamwork und die persönliche Einstellung viel mehr ausmachen als die Stärke eines einzelnen Spielers.
Und so haben wir bei den Play-more-Turnieren oftmals tolle Leistungen abgeliefert. Wir Trainer zählen die Anzahl Tore nicht, aber die Junioren schon. Und wenn man den Spielern glauben kann, so haben sie auch einige Turniere gewonnen 😉. Deshalb waren die Erwartungen der Junioren auch hoch, als wir uns für verschiedene Hallenturniere angemeldet haben. Einen Pokal oder eine Goldmedaille zu bekommen musste doch möglich sein!
Aber diese Erwartungen hatten lange zur Folge, dass unsere Junioren fast immer nervös in die Spiele gingen und dadurch blockiert wirkten. Manchmal verloren wir Punkte in den ersten Spielen und setzten uns so für die kommenden Spiele unter Druck, um dennoch weiter im Turnier vorwärtszukommen. Und wenn wir einen guten Start hinlegten, fühlten wir uns zu sicher und verpassten es, die kommenden Spiele erfolgreich zu gestalten. Der Frust war bei den Junioren gross, und auch die Trainer haderten damit, dass wir es nicht schafften, unsere Ideen vom Start bis zum Schluss durchzuziehen. Aber dann kam das Turnier in Pfäffikon und unsere beiden Teams riefenwirklich alles abriefen, was wir im ersten Halbjahr trainiert hatten. Vermeintlich stärkere Teams (FR Soccer) wurden teilweise an die Wand gespielt, was bei Spielern wie auch Trainern ein super Gefühl hinterliess und uns optimistisch auf die Rückrunde schauen lässt.
Es reichte zwar knapp nicht für einen Turniersieg, dafür aber endlich für einen Podestrang. Beide Teams erreichten in ihrer jeweiligen Kategorie den dritten Platz und bekamen den lange ersehnten Pokal – randvoll mit Gummibärchen! Der Pokal wird nun stolz von einem zum anderen Junioren nach Hause weitergegeben.
Bald geht es in der Rückrunde an den Zolliker Cup, an dem wir zeigen wollen, dass wir uns immer weiterentwickeln und verbessern. Ziel ist es, unsere Junioren (alle Jahrgang 2017) auf den Übertritt in die E-Junioren vorzubereiten.
Grossen Dank an die Eltern, die uns an die Turniere begleiten und Interesse an unserer Mannschaft zeigen! Danke auch an die Junioren und Trainer aus den anderen F-Teams, die uns unterstützt haben, wenn wir nicht genügend Spieler für ein Turnier hatten.
Jungs, wir sind auf gutem Weg und sind stolz, euch begleiten zu dürfen! Wir freuen uns auf die Rückrunde!
Eure Coaches