Rückrundenbericht 2026
Senioren

Die erste Saison in der Promotion hatte es in sich. Spätestens in der Winterpause wurde klar: Das Niveau ist höher, jeder kann jeden schlagen – und wir stellten irgendwann in der Rückrunde fest, dass man als 5. von 10 Mannschaften vermutlich absteigt. Zu diesem Zeitpunkt standen wir auf Rang 7. Die Ausgangslage war also… ausbaufähig.

Offenbar brauchte es einfach etwas Druck. Kaum war allen klar, worum es geht, legte die Mannschaft los und kämpfte sich tatsächlich noch auf den 4. Schlussrang. Moral der Geschichte: Panik ist manchmal eben doch ein ganz guter Motivator.

Der Auftakt gelang mit einem souveränen Heimsieg gegen Dübendorf – genau so, wie man sich eine Rückrunde wünscht. Am zweiten Spieltag folgte dann allerdings der Ausflug in den Sumpf von Uster. Ob dort Fussball oder Moorwandern gespielt wurde, ist bis heute nicht ganz geklärt. Die unglückliche Niederlage haken wir deshalb unter «äussere Umstände» ab.

Danach lief der Motor richtig heiss: Zwei überzeugende Siege gegen Fällanden sowie Männedorf/Oetwil brachten uns wieder auf Kurs.

Am fünften Spieltag wartete mit Rüti einmal mehr unser persönlicher Angstgegner. Manche Mannschaften liegen einem einfach nicht – Rüti gehört definitiv dazu. Es bleibt wohl eines der grossen Rätsel des Zürcher Amateurfussballs.

Dann folgte das Highlight der Rückrunde: der Überraschungssieg gegen Schwamendingen. Mit tatkräftiger Unterstützung einiger Spieler aus der 3. Mannschaft gelang uns ein Sieg, den wohl nicht viele auf dem Zettel hatten. Herzlichen Dank an die Aushilfen. Ohne euch wäre dieser Bericht vermutlich etwas weniger erfreulich ausgefallen.

Die Bestätigung liessen wir gleich am nächsten Spieltag gegen Brüttisellen folgen. Kein Ausrutscher, kein Rückfall. Einfach die nächsten wichtigen drei Punkte.

Das anschliessende 0:0 gegen Stäfa war zwar nichts für Liebhaber spektakulärer Offensivkunst, dafür enorm wertvoll im Kampf um den Klassenerhalt. Ein Punkt, der sich fast wie drei anfühlte.

Zum Abschluss setzte es zwar noch ein 0:3 gegen Gossau. Da unser 4. Platz bereits in Stein gemeisselt war, entschieden wir uns grosszügigerweise, die Punkte beim Gastgeber zu lassen.

Auch neben dem Platz gab es Positives zu vermelden: Die Spielpräsenz war wieder etwas besser, die Spieler wurden nach und nach fit und die Stimmung innerhalb der Mannschaft blieb über die ganze Rückrunde hinweg hervorragend.

Ein nicht zu unterschätzender Erfolgsfaktor war ausserdem die Renovation des Oliver Twist Pubs. Während dieses geschlossen war, blieb offenbar mehr Zeit für Regeneration und Konditionstraining. Ein Zusammenhang ist wissenschaftlich zwar nicht belegt, die Resultate sprechen aber eine deutliche Sprache.

Ein besonderes Lob geht an unseren Griechen, der jederzeit den Überblick über sämtliche Abstiegsrechnungen behielt. Während die meisten von uns gerade einmal wussten, gegen wen wir als nächstes spielen, hatte er bereits alle möglichen Tabellenkonstellationen durchgerechnet und konnte jederzeit erklären, warum wir wahrscheinlich noch nicht abgestiegen waren.

Zum Schluss noch ein grosses Dankeschön an Luka. Er musste in dieser Rückrunde häufiger ins Tor, als ihm vermutlich lieb war, obwohl er eigentlich Feldspieler ist. Er hat diese Aufgabe mit vollem Einsatz übernommen. Trotzdem gilt weiterhin: Falls irgendwo da draussen ein Torhüter auf der Suche nach einem sympathischen Team ist, wir hätten da noch einen Platz frei.

Unter dem Strich bleibt eine gelungene erste Saison in der Promotion. Von Rang 7 auf Rang 4 und das, obwohl wir den Abstiegsmodus erst mitten in der Rückrunde vollständig verstanden haben. Für die nächste Saison nehmen wir uns deshalb nur eines vor: Die Tabelle vielleicht schon vor der Winterpause etwas genauer anzuschauen.

Ivo & Sean