SC Zollikon lässt Aufsteiger Russikon keine Chance

Der SC Zollikon gewinnt auch sein zweites Meisterschaftsspiel der neuen Saison. Gegen den mit einem 7:2 gestarteten Aufsteiger FC Russikon setzt sich das Team von Renato Lionzo auf dem Riet verdient mit 3:0 durch. Captain Kästli setzt bei seinem Comeback den Schlusspunkt.

Sieben Tore hatte der FC Russikon eine Woche zuvor bei seinem Einstand in der neuen Liga erzielt. Wer deshalb auf dem Riet einen stürmischen Aufsteiger erwartet hatte, sah sich schnell getäuscht. Das Geschehen bestimmte von Beginn weg der SC Zollikon. Die Gastgeber übernahmen den Ball, diktierten das Tempo und drängten Russikon früh in die eigene Hälfte. Die erste grosse Gelegenheit liess nicht lange auf sich warten. Wyss kam nach wenigen Minuten in aussichtsreicher Position zum Abschluss, traf den Ball jedoch nicht sauber und setzte ihn knapp neben das Tor. Es war der Auftakt zu einer ersten Halbzeit, in der sich das Geschehen über weite Strecken in Richtung des Russiker Tores verlagerte.

Nach 25 Minuten belohnte sich der SCZ für seine Überlegenheit mit einem sehenswert herausgespielten Treffer. Lang setzte sich auf dem linken Flügel durch und legte in den Rückraum. Wyss kontrollierte den Ball, sah den besser positionierten Bärtschi und legte nochmals quer. Dieser fackelte nicht lange und traf aus rund 16 Metern trocken in die linke untere Ecke zum 1:0. Zollikon blieb am Drücker. Nach einer weiteren Hereingabe von Lang bot sich Wyss die grosse Chance auf das 2:0, doch der zweite Treffer wollte vorerst nicht fallen. Kurz vor der Pause versuchte es Bärtschi nochmals aus der Distanz. Seinen wuchtigen Abschluss entschärfte der Russiker Torhüter mit einer starken Parade. Dass es zur Pause lediglich 1:0 stand, war aus Sicht der Gäste das Erfreulichste an den ersten 45 Minuten. Offensiv fand Russikon kaum statt. SCZ-Torhüter Jegatheeswaran musste einzig bei einem harmlosen Distanzversuch eingreifen.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Kräfteverhältnis. Der SCZ blieb spielbestimmend und belohnte sich in der 58. Minute ein zweites Mal. Toth setzte den Russiker Spielaufbau früh unter Druck, Bärtschi eroberte im Mittelfeld den Ball und leitete das schnelle Umschalten ein. Über Toth gelangte der Ball direkt in den Lauf von Lang, der alleine vor dem Torhüter die Ruhe behielt und souverän zum 2:0 einschob. Für Lang war es bereits der dritte Treffer der noch jungen Meisterschaft. Und beinahe hätte er nur drei Minuten später nachgelegt. Wieder kam die Vorarbeit von Toth, doch diesmal warf sich ein Russiker Verteidiger in höchster Not in Langs Abschluss aus sieben Metern.

Lionzo begann kräftig zu rotieren und wechselte im Verlauf der zweiten Halbzeit siebenmal. Dem Spielfluss tat dies keinen Abbruch. Der SCZ liess den Ball weiterhin sicher durch die eigenen Reihen laufen und zog die Russiker Defensive mit schnellen Seitenverlagerungen immer wieder auseinander. Nach einer solchen Kombination kam Tonet auf der linken Seite an den Ball, zog nach innen und schloss aus rund 16 Metern ab. Russikons Torhüter verhinderte mit einer spektakulären Parade das 3:0. Auch Lang fehlten wenig später nur Zentimeter zu seinem zweiten Treffer des Nachmittags. Erneut kam er über links zum Abschluss, diesmal rettete der Pfosten für die Gäste.

Die schönste Geschichte des Nachmittags hatte sich der SCZ für den Schluss aufgehoben. In der Schlussviertelstunde kehrte Kästli auf den Platz zurück. Der Captain und Topskorer der vergangenen Saison hatte seit Monaten mit Beschwerden zu kämpfen, kaum trainieren können und seit Ende Mai kein Pflichtspiel mehr bestritten. In der 83. Minute lag der Ball rund 20 Meter vor dem Russiker Tor zum Freistoss bereit. Kästli trat an und zirkelte ihn über die Mauer direkt unter die Latte. 3:0. Viel besser hätte man sich ein Comeback kaum schreiben können.

Auch in den verbleibenden Minuten war der SCZ näher am vierten Treffer als Russikon am Ehrentor. Mehrere Angriffe wurden nicht mehr konsequent zu Ende gespielt, am hochverdienten Heimsieg änderte dies nichts. Nach dem 4:0 in Herrliberg gewinnt der SC Zollikon damit auch sein zweites Meisterschaftsspiel.

 

SCZ: Jegatheeswaran; Tonet (77. Shevchuk), A. Mäder, Glarner, N. Montézin (70. Kunz); J. Montézin, Bärtschi (60. Ogando Ochoa); E. Montanaro (60. Isler), Lang (77. Kästli), Toth (70. Geiger); Wyss (63. Frey).

Tore: 25. Bärtschi 1:0, 58. Lang 2:0, 83. Kästli 3:0.