Rückrundenbericht 2026
2. Mannschaft
Zu Beginn der Rückrunde, stiess Flavio Kessler als neuer Co-Trainer zu uns. Er löste somit Christian Stengele ab, welcher diese Funktion in der Vorrunde interimistisch, ausübte.
In einer ersten Sitzung anfangs Januar und im Rahmen der Saisonvorbereitung, setzte das Team selbst fest, mit welchen Zielen, Prinzipien und Vorgehensweise es die vom Sportchef und Vorstand festgelegte Strategie hinsichtlich der Zukunft der zweiten Mannschaft, umsetzen will. Eines der wichtigsten waren Konstanz, Respekt, Zusammenhalt und Disziplin, d.h. eine Trainingspräsenz von 90 % zu erreichen. Zudem sollte das Team aus den Fehlern der Vorrunde lernen und sich sowohl fussballerisch als auch mental noch mehr weiterentwickeln. Auch sollte aus den Meisterschaftsspielen mindestens 15 Punkte erreicht werden. Die Bereitschaft am gleichen Strick zu ziehen war somit zu jenem Zeitpunkt sehr hoch und stimmte uns alle für die kommende Saison sehr optimistisch, zumal wir die festgelegten Ziele und Absichten nicht als unrealistisch, sondern durchaus als erreichbar einschätzten.
Die erste Ernüchterung kam aber bereits während der Vorbereitungsphase. Geprägt von verletzungsbedingten Ausfällen und Absenzen, konnte das Ziel einer hohen Trainingspräsenz schon mal nicht erreicht werden. Dennoch versuchten wir uns weiterhin, fokussiert auf die bevorstehenden Spiele vorzubereiten.
Mit den ersten Niederlagen sowohl bei den Freundschaftsspielen und erst recht bei den Meisterschaftsspielen mussten wir dann schnell erkennen, dass sich das Team fussballerisch von den gesetzten Zielen noch sehr weit entfernt befand. Die hierzu benötigte spielerische Qualität reichte in keiner Weise.
Es galt nun die notwendigen Stellschrauben entsprechend zu stellen. Vor allem musste das gesetzte Ziel, aus den Spielen 15 Punkte zu erreichen, gestrichen und den Fokus nun vollumfänglich auf den Ligaerhalt gesetzt werden. Obwohl wir an den Spielen unser Team jeweils mit sehr guten Spielern von der Ersten Mannschaft zur Unterstützung ergänzen konnten, gelang es dennoch nicht, mit gutem Einsatz und oft entgegen dem guten Spielverlauf, über ein undankbares Unentschieden hinaus zu kommen. Oftmals gaben wir dabei die hart erkämpfte Führung mit einem gegnerischen Ausgleichstreffer gegen Schluss der Partie aus der Hand.
Die notwendigen Siege und somit die wichtigen drei Punkte blieben uns auch in den nachfolgenden Spielen verwehrt. Sogar das Spiel gegen das Schlusslicht der Tabelle und späteren Absteiger, FC Gossau, ging kläglich verloren. Als Folge wurde es immer schwieriger, im Team die Motivation und den Willen aufrecht zu erhalten, den Ligaerhalt zu schaffen, also den zweitletzten Platz zu verteidigen. Zudem nahmen die Absenzen im Training und Matchs weiter zu. Einige mussten auf anstehenden Prüfungen an der Uni lernen, andere mussten sich auf die Lehrabschlussprüfung vorbereiten, bei diversen stand die Matura vor der Tür und ein paar wenigen schien offenbar die prekäre Situation der Mannschaft am Ende der Meisterschaft nicht mehr zu interessieren und klinkten sich frühzeitig aus dem Trainingsbetrieb und den Spielen aus.
Trotz all diesen Widrigkeiten stand am Schluss das Glück dennoch auf unserer Seite und die wenigen Siege und Unentschieden aus der Vor- und Rückrunde reichten aus, um auf dem zweitletzten Platz der Tabelle den Ligaerhalt zu schaffen.
Ich danke Christian Stengele für seinen Einsatz als Sportchef und Co-Trainer während der Vorrunde und der ersten Mannschaft für die Unterstützung während der ganzen Saison.
Auch bedanke ich mich bei Flavio Kessler für seinen Einsatz als mein Co-Trainer und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute.
Meinen Dank gilt auch all denjenigen Spielern, die bis zuletzt immer dabei waren, für das Team, den SCZ und für uns Trainer am gleichen Strick gezogen haben, um den Ligaerhalt zu schaffen.
Werner Kienle